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Presseinformation aus dem Goethe-Museum Düsseldorf

Goethes Lebendmaske und Goethe-Büste von Weißer

1807 ließ sich J. W. Goethe auf Wunsch des Wiener Hirnforschers F. J. Gall eine Lebendmaske abnehmen. Auf dieser Grundlage schuf der Bildhauer C. G. Weißer eine Porträtbüste, die durch die Stiftung Kippenberg inzwischen ins Goethe-Museum Düsseldorf gelangt ist. Aber, 1816 soll eine weitere Lebendmaske von Goethe durch J. G. Schadow abgegossen worden sein. Nur eine Lebendmaske ist erhalten - so ist es seit 200 Jahren eine offene Frage, ob es diese Maske ist, die in die Weißer-Büste eingegangen ist, oder nicht.

Dieser Frage soll jetzt in einer fachübergreifenden Zusammenarbeit durch modernste Meßmethoden zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach nachgegangen werden.
Prof. Dr. Michael Hertl, ehemaliger Leiter einer Kinderklinik in Mönchengladbach (Fachgebiet Ausdruckspsychologie: Das Gesicht des Kranken, 1993; Totenmasken, 2002; an der Identifikation der Shakespeare-Totenmaske in Darmstadt mit Gutachten beteiligt), konnte für diese Zusammenarbeit Prof. Dr. Dr. h. c. Volkmar Hansen und Dr. Heike Spies vom Goethe-Museum in Düsseldorf und Dr. Hans Hoffmanns, Chefarzt der Strahlenklinik im Kranken-
hauses Maria Hilf in Mönchengladbach gewinnen. Es soll mit einem sehr exakten Verfahren der Computer-Tomographie und einem Bildverarbeitungsprogramm aus der Bestrahlungs-
planung in der Therapie bei Krebskranken vermessen werden. Aus Düsseldorf geht J. W. Goethe in der Weißer-Büste und in seiner Lebendmaske auf den Weg nach Mönchengladbach. Alle Beteiligten sind gespannt, wie sich nach Auswertung der Messungen, nach nun 200 Jahren die Wahrheit formulieren lässt.



 
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